Strauss-Kahn: Für wen war er zu gefährlich?

Veröffentlicht auf von nachdenk-marionette

http://3.bp.blogspot.com/-44A17piLbjE/TdWYZZeGMKI/AAAAAAAAHEM/pArC6JAwN2c/s400/StraussKahnKartei.jpgEs wird mal wieder eine "Sau" durch alle Medien gejagt. Wenn ich so ein Gefühl habe, stelle ich mir immer die Frage, wem nutzt das.
Im Fall Strauss-Kahn gibt es da einige, die einen Nutzen hätten, wenn man ihn Medien- und Amtstot machen würde.

Da ist als erstes Nicolas Sarkozy. Strauss-Kahn wollte im kommenden Jahr für die französischen Präsidentschaftswahlen antreten. Dem derzeitigen Amtsinhaber ist sicher nicht entgangen, dass er selbst in der Gunst seines Volkes an Sympathie verloren hat. Ganz im Gegensatz zu Strauss-Kahn, der eher sozial denkt und bei den Wählern höchst wahrscheinlich mehr Anklang finden wird. Weitere Konkurrenz scheint wenig in Sicht zu sein.

Die Daily Mail berichtete, dass das es sich bei der Person, die als Erste über die Verhaftung Strauss-Kahn berichtete, um einen Aktivisten der Partei Sarkozys handelte, der wahrscheinlich vorab informiert wurde. Ein Politstudent twitterte die Verhaftung noch bevor die New Yorker Polizei damit an die Öffentlichkeit ging. Einer der ersten Antworter war Arnaud Dassier, seines Ranges Imageberater und früherer Kampagnenchef von Sarkozy.

Hinter dem Ganzen könnten aber auch Gegner aus dem IWF oder aus dem französischen politischen Establishment stehen. Strauss-Kahn kritisierte die IWF oftmals die Kosten der Rettungspakete der Banken auf die Schultern der Armen zu legen. Ausserdem ist bekannt das Strauss Kahn es mit seiner sozialen Einstellung nicht geheim hält. Einer seiner Ratgeber war der Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträgers Joseph Steglitz, der als Mann mit dem selten verbreiteten sozialen Gewissen in Verbindung gebracht werden kann. Strauss-Kahn ist der erste IWF-Direktor, der sich nicht auf die Seite der Reichen gegen die Armen geschlagen hat.

So jemand ist natürlich unbequem und es wird sich mit der Zeit sicher noch viele Gutmenschen finden, dessen Sturz Strauss-Kahns zum Vorteil gereichen wird.

Zeugen dass Strauss-Kahn das Zimmermädchen vergewaltigt haben soll gibt es keine. Hier reicht der amerikanischen Justiz bereits wieder ihre Indizien. Das erinnert mich schon wieder stark an Julian Assange. Natürlich ist bekannt das Macht sexy macht. Und das sich die mächtigen der Welt für unwiederstehlich halten. Aber ich kann mir schlecht vorstellen das man sich so dilletantisch gibt,
Sollte sich der Verdacht bestätigen, dann ist er dafür zu verurteilen. Jedoch habe ich das Gefühl, dass eine Verurteilung hier schon stattgefunden hat. Und die Nutzniesser reiben sich bereits die Hände und schüren im Hintergrund das Feuer weiter. Denn sie wollen das Strauss-Kahn auf dem Scheiterhaufen brennt.

An dem Tag nach der Verhaftung, stellte sich der Oberste Gerichtshof der USA hinter den systematisch aufgebauten amerikanischen Polizeistaat, indem er die Reste des Vierten Verfassungszusatzes getroffenen Entscheidung aufhob und entschied, ungeachtet der amerikanischen Verfassung benötige die amerikanische Polizei keine richterlichen Verfügungen, um in Wohnungen einzudringen und nach Personen zu suchen.
Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass praktisch jeder Amerikaner als potenzieller Feind des Staates gesehen wird, und zwar nicht nur von den Sicherheitsdiensten am Flughafen, sondern auch in Washington.

Die viel gelobten Menschenrechte der Amerikaner gehen Stück für Stück den Bach hinunter und alle schauen mit grossen Augen und offenem Mund zu.

Lasst Euch nicht an Fäden hängen und passt gut auf Euch auf....
André

Veröffentlicht in Politik & Wirtschaft

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post