Sunday, 27. may 2012 7 27 /05 /Mai /2012 13:08

http://www.toonpool.com/user/65/files/fiskalpakt_1626135.jpgDer Fiskalpakt ist genauso wirksam wie die Maastrichter Verträge. Äußerlich lächerlich und innerlich eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung.

Eine sogenannte Schuldenbremse bremst vielleicht die Wirtschaft, aber sicher nicht die Schulden.

Wenn also keine Schulden mehr gemacht werden, dann geht der so hoch geschätzte Wachstumsfaktor abhanden, weil die Wirtschaft nur so viel wachsen kann wie neue Schulden ins System kommen.


Was unsere Regierenden gerade tun, ist die Wirtschaft mit aller Kraft gegen die Wand zu fahren. In Griechenland haben sie es schon geschafft. Irgendwann wird auch die Politik begreifen müssen das man auf Staatsebene nicht sparen kann, denn es ist eine Gesetzmässigkeit des Systems das immer mehr Geld in das System kommen muss sonst bricht es zusammen.

Was wir brauchen ist nicht sparen sondern eine Grundsätzliche Neufaustellung des Geldsystems.

Die Folgen sind sonst wie bisher - Spekulationsverluste sozialisieren durch dauerhaften Schuldendienst der Lohnabhängigen. Die Profitrate soll gesteigert werden durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Lohn- und Rentenkürzungen, Sozialabbau und Privatisierung.

Weitere Folgen sind drastisch und was in Griechenland passiert, droht ganz Europa: Massenarbeitslosigkeit, Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, zerfallende Gesundheitssysteme, die Zunahme psychischer Erkrankungen und eine sinkende Lebenserwartung.

Also weiter so? Augen zu und durch?


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Friday, 18. may 2012 5 18 /05 /Mai /2012 11:18

162032 279460348793794 1341307604 n  Die Angst geht um, dass gewaltbereite extreme Linke aus der Masse heraus wieder Randale veranstalten werden. Alles schön und gut... solche Patienten sind für das eigentliche Anliegen eher hinderlich und unerwünscht, aber sollte deswegen alle Demos verboten werden? Wohl eher nicht.

Auch die Art und Weise wie die Stadt Frankfurt mit dem Recht auf Meinungsfreiheit umgeht ist für eine Demokratie eher beschämend. Die Presse bauscht auf und schürt Angst und Schrecken.

Aber Angst sollte man nur haben vor dem, was in naher Zukunft auf und zukommen wird. Wohin uns dieses Finanzsstem gebracht hat wird wohl niemand entgangen sein. Und die Zeche zahlen mal wieder die Schwächsten der Gesellschaft. Aber nicht nur Die.

Bei einer Politik, die Lasten der Krise den kleinen Leuten aufbürdet, aber die Reichtumsverteilung und die Finanzmärkte unangetastet lässt, braucht sich niemand zu wundern, wenn sich irgendwann mal bürgerlicher Widerstand regt. Durch die Verbote kann man den Eindruck gewinnen, dass nicht die Politik der flächendeckenden Verschlechterung von Lebensbedingungen in Europa, sondern der Protest dagegen sei das Problem.

Deswegen lasst Euch den Protesst nicht nehmen. Nutzt das Recht auf Meinung. Kämpft für Eure Rechte. Geht auf die Strasse. Protest ist legitim. Ausbeutung und sozialer Raubbau nicht.

von nachdenk-marionette - veröffentlicht in: Politik & Wirtschaft - Community: Was Menschen bewegt
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Sunday, 13. may 2012 7 13 /05 /Mai /2012 20:29

image-346707-thumbflex-zkrf Das ist keine Auferstehung der SPD. Nein hier hat ganz klar, klare soziale Politik von Hannelore Kraft den Sieg erungen. Inwieweit die letztendlich zu finanzieren ist, wird die Zeit zeigen. Leere Kassen werden nicht voller indem man ständig reingreift.

Hannelore Kraft zur Landesmutter zu erheben war ein genialer Schachzug. Ihre Art wie sie auf die Menschen zuging machte sie mehr als sympatisch und hat der SPD das ein oder andere Prozentchen mehr eingebracht.

Auch der blasse Norbert Röttgen hat mit seiner Verweigerung zu NRW zu stehen Hannelore Kraft tatkräftig unterstützt. Welcher Wähler eines Landes soll sich mit einem Politiker identifizieren, der sich mit dem Land nicht klar identifizieren kann.

Auferstehung der FDP? Wohl eher nicht! Auch hier hat klar die Person Christian Lindner wie bereits Kubicki in Schleswig Holstein die Kohlen aus dem Feuer geholt.
Beide sind nicht gerade die Lieblingskinder der FDP und ihre klare Haltung kommt bei der FDP nicht immer an, dafür aber beim Wähler.
Wenn die FDP meint aus der Talsohle heraus zu sein irrt sie gewaltig. Weitere Lichtgestalten sind in ihrer Partei nicht auszumachen und der Stuhl des jetztigen Parteivositzenden wackelt verdächtig.

Die Piraten bleiben ahnungs- und inhaltslos, aber erfolgreich. Was man davon halten soll entzieht sich meiner Kenntnis. Ich beobachte Online was da alles so abgeht, aber eine geordnete Struktur ist dort immer noch nicht zu erkennen. Wie lange der Wähler ihnen das durchgehen lässt sei erstmal dahingestellt. Bei aller Sympathie und schon erwägtem Beitrittsgedanken bleibe ich skeptisch und beobachte lieber erstmal weiter.

Grüne waren hier sowieso nur Mehrheitsbeschaffer für Hannelore Kraft und schmückendes Beiwerk. Ihre Kandidatin war nur wegen der dezent aufgetragenen Schminke etwas weniger blasser wie Norbert Röttgen.

Und die Linke hat soviel mit sich selbst zu tun, dass ihnen noch keiner gesagt hat, dass sie demnächst auf der westlichen politischen Landkarte wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird.

Für mich letztlich kein überraschendes Ergebnis.
Wenn ich die einzelnen Fernsesendungen zu der NRW-Wahl betrachte ekelt mich die Art und Weise, wie sich die Spitzen der SPD im Ruhme von Hannelore Kraft suhlen gehörig an.
Wenn die SPD glaubt von der NRW-Wahl auch im Bund zu profitieren dann befindet sie sich auf dem Holzweg. Denn in NRW wurde nicht die SPD, sondern Hannelore Kraft gewählt.

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Sunday, 13. may 2012 7 13 /05 /Mai /2012 09:12

http://www.greenpeace-stuttgart.de/themen/landwirtschaft/2004-genurteil1_gr.jpgJeder kennt den Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden.

Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr
sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.


Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.

 

 

Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.

Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik.
Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten. Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.

 

Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.

Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.

 

Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. Hurra, Herr Müller.
Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures.


Klingt komisch, ist aber so.

 

Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft.

 

Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.

 

Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.

 

Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat. Da lacht er, der Herr Müller.
Natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.

Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller. Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller.
Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

 

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut. Wenn ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.

 

Ach ja..., der gute Herr Müller unterstützt seit Jahren auch die NPD durch Parteispenden - die ist nämlich sein guter Freund. Ein noch viel wichtigerer Grund die Sachen im Regal stehen zu lassen!

 

Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen
Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.

 

Und wenn Herr Müller sich genug darum gekümmert hat, wie man am besten an das Geld vom Land Sachsen und der Europäischen Union kommt oder sich den Kopf darüber zerbrochen hat, wie er am wenigsten Steuern zahlen muss,
dann schlägt er sich auch mal gerne mit Leuten von Greenpeace. Das sind Menschen, die sich um den Erhalt unserer Erde kümmern. Und geschlagen hat Herr Müller die, weil die den anderen Leuten sagen, dass die Kühe, die seine Milch herstellen, Gen-Futter, und kein natürliches Futter fressen.

 

Und falls sich wirklich sehr viele Leute an den obigen Vorschlag halten, und nichts mehr von Müller-Milch kaufen, kann Herr Müller ja noch darauf hoffen, dass viele nicht wissen, dass die Marke "WEIHENSTEPHAN" auch zu seinen Firmen gehört.

von nachdenk-marionette - veröffentlicht in: Die Marionette erklärt... - Community: Was Menschen bewegt
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Sunday, 4. december 2011 7 04 /12 /Dez. /2011 12:48

http://ais.badische-zeitung.de/piece/03/24/83/d0/52724688.jpg Auf dem Bundesparteitag der Piraten in Offenbach haben sich die Piraten mit 66,9% Mehrheit für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen.

Für alle bGE-Gegner ein Schlag ins Gesicht. Die ersten Austritte sind zu verzeichnen, zumindest angekündigt.

 

Ich selbst bin kein großer Freund des bGE, da sich mir die Programme hierzu zu schwammig sind und ich mich damit bis jetzt noch nicht anfreunden kann.

Das heisst aber nicht, dass ich mich von der Partei der Piraten abwenden werde. Denn als Demokrat hat man ein Mehrheitsergebnis zu akzeptieren.

Anstatt sich aus dem Staub zu machen, sollte man sich eher einbringen. Ich sehe mich eher im realpolitischen Spektrum. Das heisst für mich, dass mir Themen die den Bürgern kurzfristig weiterhelfen mein Hauptaugenmerk haben. Heisst aber auch, dass ich Alternativen gegenüber nicht imun bin.

 

Einfach das Schiff (was deswegen nicht am sinken ist) zu verlassen, nur weil man anderer Meinung wie man selbst ist, ist reine Fahnenflucht und fällt für mich in die Kategorie "Der hat mir mein Förmchen geklaut, deswegen hau ich ihm das Schippchen auf den Kopf".

 

Natürlich werde ich das alles weiterhin kritisch beobachten und entsprechend darauf reagieren. Das hält mich aber von meinem eigentlichen Engagement im sozialpolitischen Bereich nicht ab.

von nachdenk-marionette - veröffentlicht in: Politik & Wirtschaft - Community: Was Menschen bewegt
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